„Allem voran ein lukanischer Eber, dann kamen Vögel, Schaltiere, Fische, dazu das Innere von Flundern und Steinbutt, eine Muräne wird aufgetischt zwischen schwimmenden Krebsen, lang auf der Schale gestreckt…“ Tafeln konnten sie, die Römer. Das zeigt schon der Ausschnitt aus den Satiren des Horaz.
Wir wollen Ihnen an dieser Stelle einige Gerichte vorstellen. Wir danken Frau Paula Röllig, für die Auswahl. Die nachfolgenden Seiten enthalten Illustrationen aus dem Kinderbuch
"Auf die Plätze... Römer los!"
| Teuer und üppig soll es sein, was den Gaumen der Reichen kitzelte. Je exotischer die Zutat war, desto begehrter war sie. Für Schildkröten aus Ägypten, Kardamom aus Indien, Schinken aus Gallien oder Salm aus dem Rhein gab mancher ein Vermögen aus. Nicht umsonst wurde Rom „Der Bauch Roms“ genannt. |
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Der berühmteste Koch war Apicius- Plinius zufolge der „größte Verschwender und Prasser aller Zeiten. Er verfasste zwei Kochbücher: ein allgemeines und eines über Sausen. Wer die Gerichte nachkochen will, wird schnell merken, dass bei Apicius die Mengenangaben fehlen. Für den heutigen Hobbykoch gilt daher: schrittweise abschmecken, nachwürzen und ausprobieren. Fest steht aber: die römischen Gerichte kamen ohne „garum“ oder liquamen“ nicht aus. Das war eine würzige Fischsauce,die überall hineinkam- das Maggi des Altertums gewissermaßen. Während an den großen Tafeln Schwein, Eber, Lamm, Wild, Fisch oder Geflügel gegessen wurde, aß das Volk einfacher. Hier stand oft „puls“ auf dem Tisch, ein Getreidebrei, der auch in Öl zu Fladen gebacken wurde. Marcus Gavius Apicius lebte zur Zeit des Kaisers Tiberius (14- 37 n. Chr.) Alle Nachrichten über Apicius stammen aus dieser Zeit. Er war ein Feinschmecker und Erfinder extravaganter Gerichte bekannt. Sein Vorliebe für luxuriöse Gastmähler kostete ihn nicht nur sein Vermögen, wie Seneca berichtet: Apicius nahm Gift, als er feststellte, das er nur noch 10 Millionen * Sesterzen hatte. Für ihn zum leben zuwenig. *4 Sesterzen = 1 Denar |